Anna-Lena Dauber (*1998, Mecklenburg-Vorpommern) lebt und arbeitet in Berlin. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen bildender Kunst, Philosophie und Klang. Ausgangspunkt ist eine genaue Beobachtung materieller Prozesse und Strukturen – insbesondere jener, die im alltäglichen urbanen Raum häufig übersehen werden.

Aufgewachsen in einer ländlichen Umgebung mit enger Verbindung zur Ostsee entwickelte sie früh eine Sensibilität für natürliche Phänomene, ökologische Prozesse und die ästhetischen Qualitäten unscheinbarer Materialien. Parallel zur Schulzeit arbeitete sie als Pianistin und Sängerin, bevor sie in Rostock Philosophie sowie Englische Philologie studierte. Dieser akademische Hintergrund prägt bis heute die theoretische Tiefe und ökologische Aufmerksamkeit ihrer künstlerischen Arbeit.

Seit ihrem Umzug nach Berlin konzentriert sich Anna-Lena Dauber darauf, theoretische Reflexion und künstlerische Praxis miteinander zu verbinden. Ihre Arbeiten – darunter Fotografie, Objektkunst und digitale Collagen – untersuchen Prozesse der Materialtransformation, das Verhältnis von Mensch und Umwelt sowie die Eigenwirksamkeit von Dingen.

Im September 2025 realisierte sie die großformatige Einzelausstellung Plastik im System in Berlin, die sie eigenständig konzipierte, kuratierte und organisierte. Die Ausstellung zeigte mehrere hundert Arbeiten aus gefundenen Plastikfragmenten, Fotografien und digitalen Collagen sowie eine Klanginstallation des Komponisten Sascha Dragicevic.

Ihre Praxis ist interdisziplinär, prozessorientiert und ökologisch sensibilisiert. Sie verbindet wissenschaftliches Denken mit intuitiver Wahrnehmung und lenkt den Blick auf materielle Phänomene.