Birds (2025)


Ein Kurzfilm, gedreht an einem Strandabschnitt nahe Danzig.
Die Aufnahmen entstanden spontan mit der Handykamera und wurden unmittelbar verarbeitet. Die formale Gestalt des Films ist dabei direkt aus der Situation heraus entstanden und wurde wesentlich durch diese Unmittelbarkeit geprägt.

An diesem Ort leben verschiedene Vogelarten in unmittelbarer Nähe zueinander, und auch Menschen kommen ihnen ungewöhnlich nah. Die Vögel haben ihr Fressverhalten an menschliche Essensreste angepasst und dabei ihre natürliche Scheu weitgehend verloren. Manche wirken kühn, fast aufdringlich – besonders dann, wenn man einfach nur in Ruhe ein Fischbrötchen essen möchte.

Doch bei genauerem Hinsehen stellt sich die Frage, wer hier eigentlich in wessen Lebensraum eindringt. Was geschieht mit jungen Vögeln, die sich an diese künstliche Nahrungsquelle gewöhnen, wenn sie plötzlich wegfällt? Welche Folgen hat eine dauerhafte Ernährung aus ungesundem Abfall? Einige Tiere zeigen bereits Anzeichen von Übergewicht und Krankheit.

Gleichzeitig fällt das friedliche Nebeneinander verschiedener Arten auf – ein Hinweis auf ein Überangebot an Nahrung. Was zunächst idyllisch erscheint, ist in Wahrheit das Resultat einer tiefgreifenden, vom Menschen verursachten Verschiebung im Ökosystem. Wir greifen mit unseren Hinterlassenschaften ein – wir sind keine neutralen Beobachter.

Der Film hält diese Ambivalenz fest: zwischen Nähe und Störung, Faszination und Verantwortung. Er fragt danach, was unser Umgang mit Nahrung über unser Verhältnis zur Umwelt verrät – und welche Spuren wir hinterlassen, oft ohne es zu bemerken.