Arbeitsansatz

Anna-Lena Daubers Arbeit entsteht aus einer genauen Beobachtung materieller Prozesse des urbanen Alltags. Sie beschäftigt sich mit Fragmenten, Oberflächen und Strukturen, die im Stadtraum oft übersehen werden. Viele ihrer Arbeiten beginnen mit Fundstücken – Plastik, Metall oder anderen Materialien –, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben und dadurch neue Formen ermöglichen.
In fotografischen Arbeiten, digitalen Collagen und skulpturalen Assemblagen untersucht sie, wie solche Dinge in Beziehung treten,
sich verändern und neue Gestalten hervorbringen.

Ihre „Gestalten“ bestehen aus hunderten von Objekten, gesammelt auf den Straßen Berlins. Wenn Dinge aus ihrem Gebrauch herausfallen, beginnt ihre Transformation: Aus Fragmenten entsteht ein Ganzes, das seine eigene Materialgeschichte trägt. Auch ihre fotografischen und digitalen Arbeiten greifen diese Bewegungen auf und konzentrieren sich auf die ästhetischen und strukturellen Qualitäten der Materialien selbst – auf Spuren, Abnutzungen und Übergänge, in denen die Wirkmacht der Dinge sichtbar wird.

Im Zentrum ihrer Praxis steht die Frage, wie Materie wirkt, wie sie Beziehungen stiftet und welche Formen entstehen, wenn man ihr aufmerksam begegnet. Ihre Arbeit verbindet theoretische Reflexion mit einer sensiblen Wahrnehmung von Materialität und bewegt sich zwischen Bildender Kunst, Philosophie und Klang. Dabei folgt sie den Momenten, in denen das Übersehene eine neue Präsenz entwickelt.

Machen